11. März 2009
Mit der Erweiterung der Beckhoff-Feldbus-Box-Familie durch die EtherCAT Box kommt die EtherCAT-Technologie nun auch ohne Schaltschrank zum Einsatz. Die Module der IP-67-Serie haben durchgängig ein direktes EtherCAT-Interface, d. h. die hohe Performance bleibt bis in jedes Modul erhalten. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in der IP-67-Welt: schnelle Prozessdatenkommunikation mit XFC, hochgenaue Messtechnik und integrierte Antriebstechnik-Funktionen direkt im Feld. Mit Abmessungen von nur 126 x 30 x 26,5 mm (H x B x T) sind die Baugruppen außerordentlich klein und eignen sich somit besonders für Anwendungsfälle mit beengten Platzverhältnissen.
Die EtherCAT Box verbindet die klassischen Vorzüge der extrem robusten Feldbus-Box-Module, die sie für Applikationen in rauer Industrieumgebung tauglich machen, mit dem schnellen Kommunikationssystem EtherCAT. Der EtherCAT-Anschluss erfolgt über schraubbare, geschirmte M8-Stecker. Die Kommunikation über Standard-Ethernet-Kabel erlaubt die Vernetzung der EtherCAT-Box-Module für Entfernungen bis 100 m.
Die Beckhoff EtherCAT Box macht nun die hohe Performance von EtherCAT direkt im Feld nutzbar und bietet auch die Basis zur Ausnutzung der Beckhoff-XFC-Technologie (eXtreme Fast Control Technology). XFC ermöglicht durch kurze I/O-Response-Zeiten eine Erhöhung des Maschinen- und Anlagendurchsatzes, da Signalwartezeiten drastisch reduziert werden.
Die EtherCAT-Box-Module decken das typische Anforderungsspektrum der IP-67-I/O-Signale ab: digitale Eingänge mit unterschiedlichen Filtern (3,0 ms oder 10 μs), digitale Ausgänge mit 0,5- und 2-A-Ausgangsstrom, analoge Ein- und Ausgänge mit 16-Bit-Auflösung, Thermoelement- und RTD-Eingänge sowie Schrittmotormodule. Für XFC sind z. B. Module mit Time-Stamp-Eingängen verfügbar. Der Anschluss der Sensorik und Aktorik erfolgt je nach Einsatzfall über schraubbare Steckverbinder in M8 oder M12.