Montagelinien bestehen aus mehreren Aggregaten, die in der Regel weitgehend unabhängig voneinander entwickelt und getestet werden. Ebenso modular ist die neue Laufzeitumgebung von TwinCAT 3 aufgebaut. Mit TwinCAT 3 kann der Entwickler auf eine Vielzahl vorhandener Module zurückgreifen und sie in einer modernen, auf Microsoft Visual Studio® basierenden Entwicklungsumgebung zu neuen Modulen oder ganzen Steuerungsprogrammen zusammenstellen. Sowohl die Automatisierungssprachen der IEC 61131-3 als auch C und C++ stehen zur Verfügung und können gleichberechtigt nebeneinander genutzt werden. Zusätzliche Entwicklungswerkzeuge, wie z. B. Matlab®/Simulink®, sind zur Modul-Erstellung einsetzbar.
Durch die Interaktion der TwinCAT-3-Steuerungsmodule über definierte Schnittstellen auf einer gemeinsamen Steuerungsplattform, kann die volle Performance eines Industrie- oder Embedded-PCs ohne Kommunikations- oder Synchronisierungsverluste genutzt werden.
Scientific Automation: Optimale Ausnutzung der Multi-Core-Technologie
TwinCAT 3 kann alle Cores moderner CPUs nutzen und ist auf 32- und 64-Bit-Systemen einsatzfähig. Die TwinCAT-Tasks lassen sich auf unterschiedliche CPU-Cores auslagern. Damit wird die Performance der PC-Steuerung weiter gesteigert und kann, neben der SPS- und Motion-Steuerung, Funktionen, wie schnelle Messtechnik, Condition Monitoring und Robotik, integrieren. Diese Funktionserweiterung der PC-basierten Steuerung fasst Beckhoff unter dem Thema „Scientific Automation“ zusammen, einem weiteren Schwerpunkt der Motek-Messepräsentation. Die PC-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff bietet, mit leistungsfähigen CPUs, schnellen I/Os, dem schnellen Bussystem EtherCAT und der TwinCAT-Software, hierfür die notwendigen Basistechnologien.